Alien Filme: Die besten freundlichen und feindlichen Begegnungen

Wer hat nicht ab und zu davon geträumt, einem Alien zu begegnen. Die Filmwelt macht genau diesen Traum wahr. Gelegentlich handelt es sich um einen schönen und aufregenden Traum, hin und wieder jedoch um einen grauenvollen Albtraum. Wir haben uns zehn Alien Filme genauer angeschaut, die sowohl in die eine als auch in die andere Kategorie fallen.

Alien Filme
Bild: 20th Century Fox

Alien-Begegnungen können zwei unterschiedliche Formen annehmen. Die fremden Besucher haben entweder freundliche Absichten oder sie möchten das Leben auf Erden dezimieren und die Ressourcen des Planeten plündern. Oftmals funktionieren Geschichten über Alien-Begegnungen auf mehreren Ebenen und verarbeiten Familiendramen, Kriege oder weltpolitische Ereignisse und Traumata. Die meisten dieser Elemente lassen sich auch in unserer Top-10-Auswahl der spannendsten, interessantesten, dramatischsten und witzigsten Filme über Alien-Begegnungen finden.

1. Arrival (2016)

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Basierend auf einer Kurzgeschichte des gefeierten Science-Fiction-Autors Ted Chiang erzählt „Arrival“ von der Linguistin Louise Banks (Amy Adams), die von der US-Armee unter der Leitung von Colonel G.T. Weber beauftragt wird, eines von zwölf Raumschiffen zu betreten. Hier soll die Expertin mit den augenscheinlich friedfertigen Außerirdischen kommunizieren, die der menschlichen Sprache nicht mächtig sind. Gemeinsam mit dem Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) versucht sie, herauszufinden, warum die fremden Besucher plötzlich auf der Erde erschienen sind, indem sie die mysteriösen Schriftzeichen entziffert, mit denen die Wesen sich verständigen.

Schnell beginnt jedoch ein Wettlauf mit der Zeit, denn nicht überall auf der Welt ist man so geduldig und selbst innerhalb der eigenen Regierung kochen bald die Emotionen und die Furcht vor den Aliens hoch, sodass die Menschheit kurz vor einem Angriff steht. Tatsächlich haben die Aliens eine vollkommen unerwartete Motivation, sich auf der Erde aufzuhalten – ein Besuch, auch das persönliche Schicksal der Linguistin nachhaltig beeinflussen soll. Meisterregisseur Denis Villeneuve („Blade Runner 2049“, „Dune“) brachte mit Arrival außergewöhnliches Drama in die Kinos, das ein äußerst menschlich-emotionales Drama in einen spannenden Science-Fiction-Film verpackt.

2. Unheimliche Begegnung mit der dritten Art (1977)

In dem beeindruckenden Frühwerk des Regie-Wunderkindes Steven Spielberg versuchen die unterschiedlichsten Menschen Kontakt zu Außerirdischen herzustellen. Einer davon ist Familienvater Roy Neary (Richard Dreyfuss), der einem UFO begegnet und einen ungewöhnlichen Sonnenbrand erleidet. Er weigert sich, die offizielle Erklärung für das Geschehen zu akzeptieren. Fortan gibt er sein Leben und seine Familie auf, um seiner Obsession zu folgen und die Wahrheit herauszufinden. Eine andere Suchende ist die alleinerziehende Mutter Jillian (Melinda Dillon), deren Sohn Barry eines Nachts von Außerirdischen entführt wurde. Eine dritte Person ist der französische Wissenschaftler Lacombe (Francois Truffaut), der sein ganzes Leben nach Außerirdischen sucht.

Der Film versucht, ein fast realistisches Szenario eines Erstkontaktes zu zeichnen, bei dem die Motivation der interstellaren Besucher bis zum Schluss unklar bleibt. Gleichzeitig handelt es sich um einen sehr persönlichen Film für Regisseur Spielberg, der mit diesem die Scheidung seiner eigenen Eltern und damit einhergehenden Zusammenbruch seiner Familie verarbeitete – Themen und Motive, die er auch in späteren Filmen immer wieder aufgreifen sollte. Das alles macht den Klassiker zu einem der interessantesten und einzigartigen Science-Fiction-Dramen der jüngeren Filmgeschichte.

3. The Thing (1982)

Im Winter 1982 wird eine amerikanische Forschungsstation in der Antarktis durch Schüsse und eine Explosion alarmiert. Ein Hubschrauber eines norwegischen Teams befindet macht aus einem unerfindlichen Grund Jagd auf einem Hund. Der Hund kann überleben, während der Hubschrauber zerstört wird, allerdings wird der Forscher George Bennings (Peter Maloney) angeschossen. Das amerikanische Team weiß nicht, was es von dem Vorfall halten soll, und nimmt den Hund bei sich auf. Als der Hubschrauberpilot R.J. MacReady (Kurt Russell) und Dr. Copper (Richard Dysart) im norwegischen Lager ermitteln, finden sie es zerstört auf.

Es stellt sich heraus, dass sich der Hund in Wirklichkeit eine außerirdische Lebensform ist, der jede Gestalt annehmen kann. Bald verdächtigen sich die verbliebenen Mitglieder des amerikanischen Forschungsteams gegenseitig. Zurecht, wie sich herausstellt. Der gefeierte Horrorregisseur John Carpenter erschafft mit seinem Remake des Science-Fiction-Films aus dem Jahr 1951 namens „Das Ding aus einer anderen Welt“ selbst einen unvergesslichen Klassiker. Das liegt vor neben der geradezu spürbaren Paranoia und unvergleichbaren Spannung, die der Film effektiv transportiert, an dem unvergleichlichen blutigen praktischen Effekten. 2011 folgt ein Prequel, das die Vorgeschichte zum Film erzählt, aber weder inhaltlich noch effekttechnisch an John Carpenters Meisterwerk heranreicht.

4. The World’s End (2013)

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In dieser Science-Fiction-Komödie von Edgar Wright trommelt der Alkoholiker Gary King (Simon Pegg) seine fünf widerwilligen Schulfreunde Andy (Nick Frost), Oliver (Martin Freeman), Steven (Paddy Considine) und Peter (Eddie Marsan) zusammen, um in ihrer verschlafenen Heimatstadt einen letzten sogenannten Bar Crawl durchzuziehen. Hierbei handelt es sich um einen Sauf-Marathon, der durch alle Kneipen des Ortes führen soll.

Dabei treffen sie nicht nur auf Garys alte Jugendflamme und Olivers Schwester Sam (Rosamunde Pike), sondern bemerken auch, dass in dem Ort etwas ganz gewaltig nicht stimmt und sich die Einwohner wesentlich merkwürdiger verhalten als sonst. Das Kreativteam, das auch hinter erfolgreichen Genre-Komödien wie „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“, brachte mit seiner ganz eigenen absurden Version von „Die Invasion der Körperfresser“ eine sehr exzentrische und urkomische Invasion der Außerirdischen auf die Leinwand, die zudem mit irren Actionszenen, Klamauk und visuellen Gags aufwarten kann.

5. Krieg der Welten (2005)

Spielberg zum zweiten – Basierend auf dem Science-Fiction-Klassiker von Autor H.G. Wells erzählt der Meisterregisseur ein Familiendrama inmitten einer außerirdischen Begegnung. Diese läuft allerdings nicht ganz so freundlich ab wie bei „Die unheimliche Begegnung mit der dritten Art“. Hierin muss der Versagervater Ray Ferrier (Tom Cruise) seine beiden Kinder aus geschiedener Ehe Rachel (Dakota Fanning) und Robbie (Justin Chatwin) beschützen, während die Welt um ihn herum von riesigen außerirdischen Invasoren in Schutt und Asche gelegt wird. Dabei sind die in Panik flüchtenden Menschen, die in ihrem Überlebenskampf zu gefährlichen Mitteln greifen, fast genauso bedrohlich wie die feindlichen Besucher aus einer anderen Welt.

Es gibt mittlerweile einige Adaptionen des Romanklassikers, aber kaum eine ist so gekonnt film- und tricktechnisch inszeniert wie die von Spielberg. Er fängt zudem noch das menschliche Drama und die Panik in Bildern ein, die durch die Anschläge des 11. Septembers geprägt sind und somit noch auf einer weiteren Ebene für Unbehagen und Gänsehaut sorgen.

6. Men in Black (1997)

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„Pulp Fiction“ trifft auf „Independence Day”! – so wurde die Science-Fiction-Komödie beworben, in der sich Will Smith und Tommy Lee Jones in coole schwarze Anzüge kleiden und Außerirdische jagen, die sich illegal auf der Erde aufhalten. Die Aufgabe gestaltet sich allerdings nicht allzu einfach, denn die extraterrestrischen Einwanderer ziehen sich liebend gern Menschenkostüme an und haben sich weitestgehend unauffällig unter die menschliche Gesellschaft gemischt.

Der Polizist Jay (Will Smith) stößt während der Verbrecherjagd auf einen dieser ungewöhnlichen Außerirdischen und wird daraufhin von dem mysteriösen und staubtrockenen Agent Kay (Tommy Lee Jones) für die geheime Regierungsorganisation M.I.B. rekrutiert. Dabei eröffnet sich dem übereifrigen Ex-Cop eine vollkommen andere Welt mit mal freundlich gesinnten und mal boshaften außerirdischen Verbrechern, die gefährlicher und ekliger sind als alles, was er bisher erlebt hat. Die Erfolgskomödie erhielt zwei Fortsetzungen und einen Spin-off-Film, die allerdings alle nicht an den Erfolg des Originals anknüpfen konnten.

7. E.T. – Der Außerirdische (1982)

Spielberg zum dritten – Dem Blockbuster-Regisseur scheinen die Außerirdischen zu liegen und mit diesem Film schuf er einen unvergesslichen Klassiker, der Kindern wie Erwachsene bis heute die Tränen in die Augen treibt. Das liegt auch daran, dass er die Geschichte eines Erstkontaktes aus einer vollkommen anderen Perspektive erzählt: In dem Film wird ein kleiner schrumpeliger Außerirdischer von seinem Mutterschiff aus Versehen auf der Erde in einer Kleinstadt zurückgelassen. Hier wird er von dem kleinen Jungen Elliott (Henry Thomas) gefunden, der sich schnell mit dem gestrandeten Besucher anfreundet. Zusammen mit seiner Schwester Gertie (Drew Barrymore) und seinem Bruder Michael (Robert MacNaughton) versucht er, E.T. vor den Erwachsenen der Stadt zu verstecken. Außerdem hilft er dem schrumpeligen Außerirdischen dabei, seine Heimatwelt zu kontaktieren. Allerdings suchen auch Regierungsbeamte nach dem fremden Wesen, die nichts Gutes im Schilde führen.

Wieder einmal erzählt Spielberg inmitten einer außerirdischen Begegnung von einer zerrütteten Familie, denn Elliott und seine Geschwister werden von einer alleinerziehenden Mutter großgezogen, während der Vater durch Abwesenheit glänzt. Der außerirdische Besuch trägt hier auch zur Heilung einer Familie bei – das und Spielbergs Händchen für die besonderen Kinderdarsteller sorgen dafür, dass die Magie des Films bis heute anhält, die Zuschauer in ihren Bann zieht und auf eine einzigartige emotionale Weise berührt.

8. Alien (1979)

Im Jahr 2122 wird die Besatzung des Raumschiffs Nostromo unerwartet aus dem Kälteschlaf aufgeweckt, nachdem der Bordcomputer ein Notsignal empfangen von einem kleinen Planetoiden hat. Die sieben Astronauten befinden sich eigentlich auf der Rückkehr zur Erde von einer Expedition für einen Großkonzern. Als Officer Ripley (Sigourney Weaver) schnell klar wird, dass es sich nicht um ein Not-, sondern um ein Warnsignal handelt, hat der Albtraum schon begonnen. Die Crew stößt auf dem stürmischen Planeten auf eine Reihe von nicht-ausgebrüteten Alien-Eiern.

Als der Astronaut Kane (William Hurt) eines davon untersucht, wird er von einem kleinen Außerirdischen angegriffen, das aus dem Ei in sein Gesicht springt. Und das ist erst der Anfang des Horrors, mit dem die Besatzungsmitglieder zurechtkommen müssen. Das frühe Science-Fiction-Meisterwerk von Ridley Scott versetzte seine Zuschauer in Angst und Schrecken. Zunächst erzeugte der Regisseur eine unnachahmliche Gruselatmosphäre und dann erschuf der ikonische Schweizer Künstler H.R. Geiger mit der Alien-Kreatur ein unnachahmliches Monster, das das Genre noch lange und nachhaltig prägen sollte. Es folgten mehrere Sequels, Prequels und Spin-Off-Filme, von denen nur die direkte Fortsetzung namens „Aliens – Die Rückkehr“ von Regie-Legende James Cameron das Original noch übertreffen konnte.

9. Mars Attacks (1996)

Im selben Jahr wie „Independence Day“ kam diese unterhaltsame Science-Fiction-Farce von Regisseur Tim Burton in die Kinos, in der die Erde von skurrilen Außerirdischen angegriffen wird. Nicht nur sehen diese feindseligen Beuscher mit ihren riesigen Schädeln in Glaskuppeln absurd aus, auch die Menschen, die für die Verteidigung des Planeten verantwortlich sind, verhalten sich wie absolut inkompetente Tollpatsche. Eine Handvoll Außenseiter muss den Job übernehmen. Hierzu gehören der schüchterne Außenseiter Richie Norris (Lukas Haas), der eigentlich nur seine Großmutter aus dem Altersheim retten möchte, die Präsidententochter Taffy Dale (Natalie Portman), der ehemalige Boxer Byron Williams (Jim Brown) und seine Freundin Louise Williams (Pam Grier) und Sänger Tom Jones (als er selbst) machen den Außerirdischen mithilfe eines Folk-Songs den Garaus.

10. Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951)

In diesem Science-Fiction-Klassiker besucht der Außerirdische Klaatu (Michael Rennie) mit seinem Robotordiener Gort die Erde und wird kurz nach der Landung angeschossen. Während er in einem Krankenhaus behandelt wird, verlangt er, die menschlichen Führer zu sprechen. Diese können sich allerdings nicht auf einen Treffpunkt einigen. Klaatu flieht aus dem Krankenhaus und mischt sich unter die menschliche Gesellschaft. Er nimmt sich ein Zimmer in einer Pension, wo er sich mit der jungen Witwe Helen Benson (Patricia Neal) und ihrem Sohn Bobby (Billy Gray) anfreundet.

Außerdem lernt er den angesehenen Wissenschaftler Professor Barnhardt (Sam Jaffe) kennen. Diesem erklärt Klaatu, dass er ein Botschafter einer Föderation von Planeten ist, der zur Erde geschickt wurde. Hier soll er der Menschheit mitteilen, dass sie ihre gefährlichen Experimente mit Atomwaffen stoppen sollen, wie sie die Sicherheit anderer Zivilisationen bedrohen. Sollte die Menschheit nicht gehorchen und auf Gewalt verzichten, könnte sogar ein anderer Planet auf die Idee kommen, die Erde zu zerstören, um sich selbst zu schützen. Der Film aus den 50er Jahren ist ein kleines und frühes Science-Fiction-Highlight, das zudem raffinierte Special Effects zu bieten hat.

Weitere empfehlenswerte Alien Filme

Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Bruchteil der zahlreichen Filme über Alien-Kontakte. Die Filmwelt hat noch viel mehr freundliche und feindliche Begegnungen von unterschiedlichsten Menschen mit verschiedensten Arten von Außerirdischen zu bieten. Viele davon orientieren sich an den bereits beschriebenen älteren oder modernen Klassikern, andere spielen wiederum mit diversen Perspektiven.

„Independence Day“ ist eine Hommage an alte Science-Fiction-B-Movies mit modernen Effekten, „Predator“ ist ein harter Action-Movie und „The Abyss“ ein spannendes Unterwasser-Spektakel mit wegweisenden Spezialeffekten. Der Film „Cloverfield“ erzählt dagegen von einer Alien-Invasion in einem Found-Footage-Format. Hier eine Übersicht über einige weitere lohnenswerte Filme:

  • Nope (2022)
  • Contact (1997)
  • Cloverfield (2008)
  • 10 Cloverfield Lane (2016)
  • The Mist (2007)
  • Signs (2002)
  • The Faculty (1998)
  • Independence Day (1996)
  • Predator (1987)
  • The Abyss (1989)
  • Contact (1997)
  • Galaxy Quest (1999)
  • Edge of Tomorrow (2014)
  • Starman (1984)
  • Super 8 (2011)
  • Midnight Special (2016)
  • Under The Skin (2013)
  • The Man who fell to Earth (1976)
  • District 9 (2009)
  • Avatar (2009)

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