Mafia Filme: Die 20 besten Gangsterfilme

Trotz ihrer fiesen Antihelden gehören Gangster- bzw. Mafia Filme zu den beliebtesten Genres der Filmkunst. Es gibt allerdings unzählige davon. Wo fängt man also am besten an? Hier findest du 20 besonders gute Beispiele.

Mafia-Filme - die besten Gangsterfilme
© Netflix - The Irishman

Die Zuschauer möchten wahrscheinlich nicht unbedingt persönlich Zeit mit ihnen verbringen, Gangster und Mafiosi-Familien faszinieren das Filmpublikum schon seit Beginn der Filmgeschichte. Das ist auch kein Wunder, denn sie erlauben ihren Zuschauern, einen Blick in eine fremde Welt zu werfen, zu denen sie normalerweise keinen Zugang haben. Eine verbotene Welt, die abseits der Norm und des Gesetzes ihren eigenen Regeln gehorcht, die mit Macht und Geld gefüllt sowie von Loyalität und Verrat geprägt ist.

20. American Gangster (2007)

In dem Ridley-Scott-Film treten Russell Crowe und Denzel Washington gegeneinander an. Washington spielt den titelgebenden Gangster Frank Lucas, der es mit seinen Verknüpfungen zum vietnamesischen Drogenlieferanten und cleveren Schmuggeleien sogar schaffte, die Mafia zu übertrumpfen. Crowe spielt den Polizeidetektiv Richie Roberts, der sich an seine Fersen heftet. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.

19. Boyz n the Hood – Jungs im Viertel (1991)

John Singletons Regiedebüt begründete eine ganze künstlerische Underground-Bewegung, die sich mit den Unruhen in Los Angeles befasste. Der Film selbst stellt eine Warnung vor dem Gangsterleben dar, aber beschäftigt sich auch mit den Auswirkungen der Gentrifizierung in Großstädten und der Art und Weise, wie Institutionen Kriminalität fördern, um bestimmte Gesellschaftsschichten zu unterdrücken.

18. Brother (2000)

Drehbuchautor und Regisseur Takeshi „Beat“ Kitano spielt einen japanischen Gangster, der nach Los Angeles umsiedeln muss. Hier mischt er sich ins örtliche Drogengeschäft ein, indem er jeden erschießt, der sich ihm in den Weg stellt. Dummerweise trifft er dabei auch auf die italienisch-amerikanische Mafia, die sich nicht so einfach aus dem Weg räumen lässt.

17. Snatch – Schweine und Diamanten (2001)

Mit seinem Debütfilm „Bube, Dame, König, grAS“ stieg Regisseur Guy Ritchie in die britische Unterwelt ein, die aber nicht nur von brutalen Kriminellen, sondern auch von sehr viel schwarzen Humor geprägt zu sein scheint. Noch verrückter und absurder ging es in seinem zweiten Film namens „Snatch“ weiter, in dem verschiedenste Gangstergruppen nach einem riesigen Diamanten suchen und sich dabei gegenseitig das Leben schwer machen. Jason Statham und Benicio Del Toro gehören zur hochkarätigen Besetzung. Brad Pitt stiehlt ihnen jedoch allen als nuschelnder Preisboxer Mickey O’Neill die Show.

16. Die Rechnung ging nicht auf (1956)

Einer der frühen Filme von Meisterregisseur Stanley Kubrick. Hierin plant der Berufsverbrecher Johnny Clay (Sterling Hayden), eine Pferderennbahn zu überfallen, um 2 Millionen Dollar zu erbeuten, nachdem er eine fünfjährige Haftstrafe abgesessen hat. Dazu stellt er eine Gruppe zusammen, in der jedes Mitglied eine eigene Aufgabe hat. Der Plan ist zwar genial, trotzdem geht alles schief, was schief gehen kann.

15. Millers Crossing (1990)

Millers Crossing ist ein Gangsterfilm von den Coen-Brüdern, der zu Zeiten der Prohibition spielt. Vor der spannenden Kulisse eines Krieges zwischen irischen und italienischen Gangsterbanden fragt „Millers Crossing“, ob Verbrechern seinen Tätern letztendlich jegliche Menschlichkeit raubt.

14. Donnie Brasco (1997)

Der sehr gute Mafia-Film „Donnie Brasco“ wird durch die noch besseren schauspielerischen Leistungen von Johnny Depp und Al Pacino noch einmal aufgewertet. Erzählt wird die Geschichte der Mafia in den 1970er Jahren aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: des FBIs und der Mafia. Depp spielt den FBI-Agenten Joseph Pistone, der ein neuer Menschen werden muss, um die Mafia als Donnie Brasco zu infiltrieren. Der Film basiert sogar auf einer wahren Geschichte.

13. Casino (1995)

Eines von vielen Gangster-Epen von Regisseur Martin Scorsese, in dem Robert De Niro einen Buchmacher in Las Vegas porträtiert, der ein Mafia-Casino betreibt. Neben De Niro sind Scorsese-Liebling Joe Pesci, Sharon Stone und James Woods in dem Mafia Film zu sehen.

12. Hexenkessel (1973)

Martin Scorseses dritte Regiearbeit ist auch einer seiner einflussreichsten Filme. Ihn reizte die Idee, Filme über seine Freunde und deren Leben zu drehen. Der Film spielt entsprechend in Little Italy, in der Stadt New York, wo Scorsese unter anderem aufgewachsen ist, und stellt seine Erfahrungen in diesem Wohnviertel in den Mittelpunkt. Hier regieren Mafia, Polizeikorruption und Verbrechen.

11. Die Unbestechlichen (1987)

Regisseur Brian De Palma versammelte mit Kevin Costner, Sean Connery, Andy Garcia und Robert De Niro eine einzigartige Starbesetzung in einem spannenden Kriminalfilm, der zu Zeiten der Prohibition spielt. Costner stellt den berühmten Prohibitionsagenten Elliot Ness dar, der Jagd auf den legendären Alkoholschmuggler und Gangster Al Capone macht, der wiederum von De Niro gespielt wird. Ein actiongeladenes Gangsterepos mit einem nervenzehrenden Finale.

10. Tödliche Versprechen – Eastern Promises (2007)

In dem Film von Regisseur David Cronenberg geht es um eine britische Krankenschwester, die es mit der russischen Mafia zu tun bekommt, nachdem sie das Notizbuch eines jungen schwangeren Mädchens entdeckt hat, das sie auf unschöne Weise mit einem jungen Mafioso in Verbindung bringt. Bei „Eastern Promises“ handelt es sich um einen der wenigen Filme, der sich mit der russischen Mafia auseinandersetzt und in dem „Herr der Ringe“-Star Viggo Mortensen eine seiner besten Rollen spielt.

9. The Departed (2006) & Infernal Affairs (2002)

Martin Scorsese adaptierte den exzellenten Horrorfilm Hong-Kong-Film „Infernal Affairs“, in dem ein Gangsterboss, gespielt von Jack Nicholson, einen seiner Spitzel bei der Bostoner Polizei einschleust. Während dieser Maulwurf schnell und unbemerkt die Karriereleiter hochklettert, schleust die Polizei einen ihrer Undercover-Polizisten in die kriminelle Organisation des Gangsters ein. Es beginnt ein mörderisches, brutales und spannendes Katz-und-Maus-Spiel, in dem neben Nicholson noch eine unglaublich hochkarätige Starbesetzung bestehend aus Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Vera Farmiga und Alec Baldwin ebenfalls zu sehen ist.

Und wenn wir schon einmal dabei sind, können wir auch gleich das furioseOriginal empfehlen, schon allein, weil es äußerst interessant ist, die beiden Filme zu vergleichen. Hierin spielt außerdem der großartige chinesische Schauspieler Tony Leung (zuletzt im Marvel-Film „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ zu sehen) einen Cop, der bei den Triaden untergetaucht ist. Andy Lau spielt dagegen einen Triaden-Gangster, der im Polizeipräsidium untergebracht wurde und dort als Maulwurf agiert, was zu eskalierenden Spannungen und Identitätskrisen auf beiden Seiten führt.

8. The Irishman (2019)

Martin Scorseses Abgesang auf den amerikanischen Gangsterfilm zeigt einen alternden Kriegsveteranen (gespielt von Robert De Niro), der sich an seine lange kriminelle Karriere zurückerinnert und sowohl mit der Invasion der Schweinebucht als auch mit dem Verschwinden des berühmten US-Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffer (Al Pacino) zu tun hatte.

7. Gomorrah (2008)

Matteo Garrones adaptierte den Bestseller von Robert Saviano und schuf einen Film, in dem das Gangsterleben alles andere als glamourös erscheint und das Treiben der neapolitanischen Mafia, auch Camorra genannt, detailliert geschildert wird. Das Ergebnis ist ein düsteres, eindringliches, erschütterndes und packendes Porträt über das organisierte Verbrechen, das alle Gesellschaftsebenen durchdringt.

6. Im Zeichen des Bösen (1958)

Der Film vom legendären Regisseur, Schauspieler und Autor Orson Welles gilt als einer der besten Gangsterfilme, der je gedreht wurde. Die ursprüngliche Fassung des Films wurde allerdings teilweise umgeschrieben und neu gedreht, nachdem man Welles aus dem Projekt ausschließ. Trotzdem handelt es sich um einen der eindringlichsten Gangsterfilme über die Korruption des Drogenhandel an der Grenze zwischen den USA und Mexiko.

5. The French Connection (1971)

„The French Connection“ ist einerseits ein spannender Polizeikrimi und andererseits ein internationales Gangsterdrama und ist ein Meisterwerk beider Genres. Hierin spielt Gene Hackman den New Yorker Polizeidetektiv Jimmy ‚Popeye‘ Doyle, der einen Drogenhandel in der Stadt aufdeckt, die niemals schläft. Ein Geschäft, das Verbindungen nach Frankreich aufweist.

4. Es war einmal in Amerika (1984)

„Es war einmal in Amerika“ ist der letzte Film des legendären Regisseur Sergio Leone und der einzige Film, den er in den letzten 13 Jahren seines Lebens drehte. Ursprünglich wollte es sein Gangster-Epos in zwei dreistündige Filme aufteilen. Das Studio war damit aber nicht einverstanden und verlangte einen einzigen Film. Leone kürzte seinen Film auf 269 Minuten, aber das Studio war immer noch nicht zufrieden. Leone einigte sich schließlich auf 229 Minuten, aber das Studio kürzte den Film schließlich ohne seine Zustimmung auf 139 Minuten. Das Ergebnis war entsprechend verwirrend für das Publikum. Als wäre das nicht genug, wurde „Es war einmal in Amerika“ wegen seines expliziten Inhalts indiziert. Erst 2012 konnte der Film der breiten Öffentlichkeit in einer restaurierten in einer Fassung zugänglich gemacht werden, die 255 Minuten lang ist.

Hierbei handelt es sich um eine Geschichte, die 50 Jahre umspannt, und von Freundschaft und Loyalität in der Mafia von New York City erzählt. Robert de Niro gibt eine seiner besten Darbietungen als opiumsüchtiger und von Schuldgefühlen geplagter Gangster, der versucht, die Wahrheit über einen schiefgegangenen Raubüberfall herauszufinden, bei dem seine Freunde ums Leben kamen. Der Gangsterfilm überschritt zu seiner Veröffentlichung einige Grenzen, erzählt aber eine epische und mitreißende Geschichte, die auch Themen wie politische Korruption und Gewalt zur Prohibitionszeit behandelt.

3. Scarface (1993)

Brian De Palma inszenierte das Remake der Version von 1932, verlegt die Handlung aber in das Miami der 80er Jahre, um dort nicht die Mafia, sondern ein mächtiges Drogenkartell zu porträtieren. Dabei lässt er einen furiosen und fast wahnsinnigen Al Pacino von der Leine. Bei seiner ursprünglichen Veröffentlichung war der Film kein großer Erfolg. Erst als der Film als VHS-Kassette veröffentlicht wurde, sollte sich das ändern. Darüber hinaus avancierte „Scarface“ zum Kult-Hit in der Rapper- und Gamer-Szene. 

2. Goodfellas (1990)

Meisterregisseur Martin Scorsese inszenierte diesen Gangsterklassiker, basierend auf den Roman „Wiseguy“ von Nicholas Pillegi. Der Film beginn mit Schauspieler Ray Liotta, der erklärt, dass er schon immer ein Gangster sein wollte. Anschließend beginnt eine Tour de Force durch die Italo-amerikanische Unterwelt von Brooklyn, gefüllt mit Sex, Drogen und vielen anderen Lastern. So unterhaltsam sich das auch anhören mag, glorifiziert Scorsese diese Welt nicht, sondern zeigt im gleichen Maße die dunklen Schattenseiten und das Leid, die dieses Leben auf der kriminellen Überholspur mit sich bringt.

1. Der Pate – Trilogie (1972, 1974, 1990)

Diese Trilogie stellt das A und O des Mafia-Films dar. Der dritte Teil wird zwar nicht allzu hoch gehandelt, wurde von Regisseur Francis Ford Coppola erst kürzlich neu bearbeitet, um diesen von Kritikern belächelten Abschluss der Trilogie einen neuen Anstrich zu verpassen. Unabhängig davon gehören die ersten beiden Filme zu den größten Klassikern der Filmgeschichte. Die Verfilmung von Mario Puzos gleichnamigen Roman begeisterte Publikum wie Kritiker und erhob das Gangstergenre in den Rang des Prestigefilms.

Der erste Film wurde von der Fortsetzung sogar noch übertroffen. Dieser führte nicht nur die Geschichte um Mafiaboss Michael Corleone fort, sondern erzählt in Rückblenden auch die Vorgeschichte seines Vaters Don Vito Corleone, der als Waisenkind einst aus Italien nach Amerika kam und hier sein Gangstersyndikat aufbaute. Der erste Film gewann drei Oscars für das beste Drehbuch, für den besten Film. Der legendäre Schauspieler Marlon Brando erhielt eine Trophäe für die beste Hauptrolle. Der 2. Teil erhielt sogar sechs Oscars, unter anderem für den besten Film, für den besten Regisseur, das beste Drehbuch, die beste Musik, die beste Art Direction und Set Dekoration. Die Statue für die beste Nebenrolle ging an unterdessen an Robert De Niro.

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