Poor Things streamen: Alle Infos zum Starttermin bei Disney+

Bereits 1992 veröffentlichte der schottische Autor Alasdair Gray seinen Roman Arme Dinge und erzählte darin eine an Frankenstein angelehnte satirische Geschichte über die Wiederbelebung einer jungen Frau. Nun über 30 Jahre später wird der Roman für die Kinoleinwand adaptiert. Hier erfährst du alles rund um den kommenden Film Poor Things inklusive der Antwort auf die Frage, wann die Buchverfilmung bei Disney+ starten wird.

Poor Things Startdatum bei Disney Plus
Bild: Disney

Startdatum: Poor Things ab Januar im Kino und später bei Disney+

Ursprünglich sollte Poor Things bereits im Herbst in den weltweiten Kinos anlaufen. Da die Hauptdarsteller aufgrund der Streiks in Hollywood jedoch nicht auf Werbetour gehen durften, entschied man sich, den Kinostart um einige Monate zu verschieben. In Deutschland wird die Romanverfilmung daher nun am 18. Januar ihre Premiere feiern.

Wer keine Lust auf einen Kinobesuch hat, der muss sich im Falle von Poor Things zum Glück nicht zu lange gedulden. Der Film wird auch beim Streaming-Dienst Disney+ erscheinen. Bisher haben die Verantwortlichen zwar noch keinen offiziellen Termin für die Veröffentlichung bekannt gegeben, typischerweise kommen Kinofilm aber etwa zwei bis vier Monate nach ihrem Kinostart auch zu Disney+. Das Startdatum ist hier meist auch etwas vom Erfolg an den Kinokassen abhängig. Dementsprechend können Filmfans ab Mitte März mit dem Streaming-Start rechnen.

Frankensteins Monster in neuem Gewand

Die Geschichte von Poor Things spielt im 19. Jahrhundert in England. Der Film beginnt mit dem Selbstmord einer jungen Frau, die sich von der Tower Bridge in London in den Tod stürzt. Der Leichnam wird anschließend zu dem etwas exzentrischen Arzt Doktor Baxter gebracht. Dieser möchte das Leben der Frau irgendwie noch retten und greift zu einer unorthodoxen Maßnahme. So setzt er kurzerhand das Gehirn eines ungeborenen Kindes in den Kopf der Frau ein und erweckt sie mit der Hilfe von Elektroschocks zu neuem Leben.

Nachdem die Frau wieder erwacht ist, müssen Baxter und seine Haushälterin feststellen, dass die Wiedererweckte zwar den Körper eines Erwachsenen hat, im Geist jedoch noch ein Kind ist. Gemeinsam versuchen sie die Frau, die sie auf den Namen Bella taufen, nun zu erziehen und auf das Leben vorzubereiten. Dies ist jedoch gar nicht so einfach, da Bella unter anderem einen sehr ausgeprägten Sexualtrieb hat und immer wieder extrem unberechenbar agiert. So auch, als sie schließlich mit dem zwielichtigen Anwalt Duncan Wedderburn durchbrennt. Gemeinsam mit diesem reist sie fortan quer durch Europa und macht die verschiedensten Erfahrungen.

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Alasdair Gray gibt erstmals grünes Licht für Verfilmung

Poor Things basiert auf dem Roman Arme Dinge von Alasdair Gray, der erstmals im Jahr 1992 veröffentlicht wurde. Allerdings brauchte das Buch fast acht Jahre, bevor es auch in Deutschland erschien. Mittlerweile ist der Roman hierzulande kaum noch verfügbar, was auch daran liegt, dass  Alasdair Gray in Deutschland eher wenig bekannt ist. Ein Grund dafür ist auch die Tatsache, dass der Autor sich lange Zeit weigerte, Filmrechte an seinen Büchern zu verkaufen. Dies änderte sich tatsächlich erst mit Poor Things.

Regisseur Giorgos Lanthimos war schon länger von der Geschichte des Romans fasziniert und machte sich deshalb vor einigen Jahren extra auf nach Schottland, um Alasdair Gray davon zu überzeugen, ihn das Buch verfilmen zu lassen. Gray war nach einem längeren Gespräch sehr angetan von dem griechischen Regisseur, und da er auch dessen Film Dogtooth mochte, willigte er schließlich ein. Leider erlebte der Autor selbst die erste Verfilmung eines seiner Werke nicht mehr. Alasdair Gray verstarb im Jahr 2019, einen Tag nach seinem 85. Geburtstag.

Emma Stone und Mark Ruffalo in Poor Things

Für die Verfilmung von Poor Things setzte Giorgos Lanthimos vor allem auf vertraute Kräfte. So wurde das Drehbuch beispielsweise von Tony McNamara geschrieben, mit dem der Regisseur bereits bei seinem Film The Favourite – Intrigen und Irrsinn zusammenarbeitete. Und noch eine weitere Person aus dem 2019er Historienfilm holte Lanthimos für Poor Things an Bord: Emma Stone.

Poor Things Film 2024
Emma Stone in der Hauptrolle in Poor Things (Bild: Disney)

Die Oscar-Gewinnerin spielte eine der Hauptrollen in The Favourite und arbeitete 2020 noch einmal mit Lanthimos für den Kurzfilm Bleat zusammen. Bereits schon 2017 sprachen die beiden dabei über Lanthimos‘ Pläne, Poor Things verfilmen zu wollen. Emma Stone willigte schließlich nicht nur ein, die Hauptrolle der Bella zu spielen, sie übernahm auch eine Produzentenrolle und hatte somit einigen Einfluss auf die Umsetzung des Films.

Auch die weiteren Rollen in Poor Things wurden mit namhaften Darstellern besetzt. So spielt Willem Dafoe beispielsweise die Rolle des Dr. Baxter, während Mark Ruffalo als Duncan Wedderburn zu sehen ist. Darüber hinaus gehören auch Ramy Youssef, Christopher Abbott und Jerrod Carmichael zum Ensemble des Films.

Poor Things nach dem Kinostart auch bei Disney+ streamen

Um Poor Things bei Disney+ sehen zu können, wird ein Abo bei dem Streaming-Dienst benötigt. Dabei können Neukunden zwischen drei verschiedenen Varianten wählen. Das günstigste Disney+ Angebot ist Standard mit Werbung, das nur 5,99 Euro im Monat kostet, dafür aber auch Werbeeinblendungen hat.

Komplett werbefrei ist dagegen Disney+ Standard. Hier können sich Nutzer zudem zwischen einem Monatsabo für 8,99 Euro oder einem Jahresabo für 89,99 Euro entscheiden. Zuletzt gibt es noch das Abo Disney+ Premium. Bei diesem werden unter anderem Streams in 4K unterstützt. Mit 11,99 Euro im Disney+ Probemonat oder 119,99 Euro im Jahr fallen die Kosten hier aber auch am höchsten aus.

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