Die Nibelungen – Kampf der Königreiche: Serie erscheint bei RTL+

Die sechsteilige epische Miniserie „Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“ bringt eine jahrhundertealte deutsche Sage auf die Fernsehbildschirme. Zu sehen gibt es das aufwendig produzierte Spektakel exklusiv bei RTL+

Die Nibelungen - Kampf der Königreiche erscheint bei RTL Plus
Foto: RTL+

Wie kann man die Fantasy-Miniserie sehen?

„Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“ startet am 6. November bei RTL+. Der Streamingdienst veröffentlicht alle sechs Episoden auf einmal, die auch anschließend jederzeit auf der Plattform abrufbar sind. Eine perfekte Gelegenheit, um in der herbstlichen Jahreszeit für ein einzigartiges Binge-Watching-Ereignis der mittelalterlichen Sagen und Mythen zu erleben. 

Interessierte Fantasy-Fans müssen sich lediglich für eines der drei Pakete des Streamingdienstes der RTL-Gruppe entscheiden. Sollte ihnen Werbeunterbrechungen nichts ausmachen, reicht bereits das Basic Paket für 5,99 Euro aus. Mit einem Premium-Abo lassen sich die Inhalte auch ohne Werbung genießen – der Vorteil ist, dass Abonnenten im Gegensatz zum Basic-Abo Live-TV und Live-Sport anschauen können, wenn sie von der gnadenlosen Welt der Nibelungen eine Pause brauchen. Darüber hinaus können sie Filme und Serienepisoden auf mobile Endgeräte herunterladen. Mit dem Premium-Abo für 12,99 Euro dürfen Kunden zudem auf zwei Geräten gleichzeitig unterschiedliche Inhalte streamen. Einen kostenlosen RTL+  Probemonat gibt es leider nicht mehr. Dank einer Kündigungsfrist von 30 Tagen können Nutzer aber einen kostenpflichtigen Probemonat flexibel kündigen, falls sie das Abonnement nicht mehr fortsetzen möchten.

Worum geht es in „Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“?

Die Miniserie erzählt vom pflichtbewussten Burgunder Waffenmeister Hagen von Tronje (Gijs Naber), der in einem Königreich lebt und dient, das immer wieder von Spannungen und Unruhen heimgesucht wird. Außerdem wird er von seiner geheimen und unerwiderten Liebe zur Königstochter Kriemhild (Lilija van der Zwaag) sowie einer traumatischen Vergangenheit verfolgt. Hagens Situation wird noch prekärer, als der Drachentöter Siegfried von Xanten (Jannis Niewöhner) nach Worms kommt.

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Der unberechenbare Charakter Siegfrieds droht, das sowieso schon überstrapazierte Gefüge des Königreichs zum Einsturz zu bringen. Dennoch glaubt der junge Königssohn Gunter (Dominic Marcus Singer), in dem Draufgänger die Rettung des Reichs zu sehen. Dazu müsste der Krieger und Drachentöter aber die bedrohliche Walküre Brunhild (Rosalinde Mynster) heiraten. Allerdings verlieben sich er und Kriemhild ineinander und Siegfried muss sich zwischen dem Wohl des Königreichs und seinen eigenen Bedürfnissen entscheiden. Darüber hinaus ist er mit dem Fluch des Nibelungenschatzes belegt. Inmitten dieser Intrigen und Machtspiele muss Hagen von Tronje seine eigenen Prioritäten abstecken.

Die Köpfe hinter der aufwendigen Nibelungen Serie

Bei der sechsteiligen Miniserie handelt es sich um eine längere Fassung des Kino-Fantasyfilms „Hagen – im Tal der Nibelungen“. Dieser basiert wiederum auf den Roman „Hagen von Tronje“ von Wolfgang Hohlbein, einem der größten deutschen Fantasy-Autoren, und kam im Oktober 2024 in die Kinos. Hinter der parallel zum Film produzierten Serie stecken die Drehbuch-Autoren und Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert, die bereits unter anderem für gefeierte Serie „Der Pass“ verantwortlich zeichneten und dafür auch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurden.

Beide gaben in Interviews an, dass die Nibelungen-Serie mehr ihrer ursprünglichen Vorstellung für die Erzählung entspricht, während der Film die Handlung stark aus der Perspektive Hagens schilderte. Die Serie nimmt somit ein viel größeres erzählerisches Universum in den Blick, der historische mit politischen Hintergründen und Fantasy-Elementen vermischt. So finden aber auch interessante Figuren wie Kriemhild und die Königsfamilie mehr Berücksichtigung, die im Film kaum Platz hatten.

Die modernisierte Sage basiert auf dem Nibelungenlied, das etwa um 1.200 n. Chr. von einem heute unbekannten höfischen Dichter in Wien oder Passau geschrieben wurde. Die grundlegende Story dieses wegweisenden mittelalterlichen Heldenepos unterscheidet sich kaum von der Neuinterpretation. Daher soll an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden. Es behandelt dabei klassische Motive wie Liebe, Verrat, Kriege, Rache und Freundschaft. Bestens geeignet also für ein aufwendiges Fantasydrama, das sich an moderne Epen wie „Game of Thrones“, „Der Herr der Ringe“ und „Das Rad der Zeit“ anlehnt – Bücher und Serien, die zumindest teilweise einst durch die klassische Nibelungen-Saga inspiriert wurden. Technisch, inszenatorisch und inhaltlich kann sich die Serie trotz eines geringeren Budgets dank der sicheren Hand des erfahrenen Produzententeams jedenfalls an internationalen Standards messen lassen.

Stark besetzte Hauptrollen

Auch die Besetzung kann sich sehen lassen. Der niederländische Schauspieler Gijs Naber spielte schon in der Filmversion die Rolle des Hagen von Tronje und zuletzt unter anderem in den Filmen „Faithfully Yours“, „Pfad des Kriegers“ und „Black Book“ mit. Der deutsche Schauspieler Jannis Niewöhner stellt Hagens Gegenspieler Siegfried von Xanten dar und trat unter anderem in der Ostwind-Reihe, der Edelstein-Trilogie sowie im deutsch-britischen Spionagethriller „München – Im Angesicht des Krieges“ auf.

Die Nibelungen Serie Besetzung
Foto: RTL+

Der österreichische Schauspieler Dominic Marcus Singer verkörpert den jungen unerfahrenen König Gunter und fiel zuvor mit dramatischen Rollen in „Der Taucher“, „Der Boden unter den Füßen“ und Horrorkomödien wie „Vampire Vienna“ auf. Die Schauspielerin Lilja van Zwaag sammelte in Serien wie „Oh Hell“ und Fernsehkrimis wie „Stralsund: Tote Träume“ reichlich Erfahrung vor der Kamera, bevor sie als Kriemhild in die Nibelungensaga eintauchen durfte. Die aus Dänemark stammende Rosalinde Mynster steht schon seit ihrer Kindheit für diverse dänische Fernsehserien und Filme vor der Kamera – ein großer Erfahrungsschatz, den man ihrer Walküre-Darstellung anmerkt.